STEVE
ARNEIL
STEVE ARNEIL wurde 1934 in Südafrika geboren. Im Alter von 10 Jahren
zog seine Familie nach Nord Rhodesien. Dort begann er mit dem Box- und
Judotraining. Das Boxen wurde ihm später von seiner Mutter verboten, Judo
durfte er jedoch weiterhin betreiben.
Später beobachtete er heimlich einen Chinesen, der Shaolin Kempo übte.
Als dieser ihn entdeckte bot er Arneil an, ihn zu trainieren. Das Angebot
nahm Arneil an und übte bei ihm während der gesamten Schul- und
College-Zeit.
Nach dem College zog Arneil nach Durban, Südafrika, um Ingenieur zu
werden. Um weiter zu üben fragte er die im Hafen ankommenden Japaner, ob
sie Karate könnten. So übte er mit einigen von ihnen verschiedene
Karate-Stile.
Nach seiner Ausbildung heuerte er auf einem Schiff an, um nach China zu
gelangen. Er wollte seine Fähigkeiten verbessern. So gelangte er nach
Kowloon, Hong Kong. Von dort aus reiste er nach China und gelangte so in
die Mandschurai, wo er ein Kloster fand, in dem er Shaolin Kempo übte. Im
Zuge der Kulturrevolution mußte auch Arneil China verlassen und kam so
zurück nach Kowloon.
Später hörte er von einem Karatemeister in Japan namens
OYAMA
MATSUTATSU.
So versuchte er nach Japan zu gelangen. Da er kein Geld hatte, mußte er
zuerst auf Schiffen auf den Phillippinen arbeiten. Nachdem er genug Geld
hatte, reiste er zurück nach Hong Kong und von dort aus nach Yokohama.
Das war im Jahr 1961.
Zuerst war er sehr verloren in Japan, da er die Sprache nicht kannte und
nichts über Japan wusste. Trotzdem gelangte er irgendwie nach Tokyo, wo
er im Kodokan trainierte, um nach einer Weile den 1.Dan zu erlangen.
Trotzdem interessierte er sich mehr für Karate.
Also begann er zuerst unter YAMAGUCHI GOGEN das Goju ryu und später
Shotokan ryu.
Dann traf er auf dem Amerikaner DON DRAEGER, der ihn mit ins Dojo von
OYAMA nahm. Dort wurde es ihm zuerst nicht erlaubt mitzutrainieren, da
OYAMA zu dieser Zeit in Amerika war. So sah Arneil sechs Wochen lang nur
zu, bis OYAMA zurückkam. Auch der verlangte, dass Arneil weiter nurz
zusehen durfte. Genau das tat er dann auch zwei weitere Wochen lang. Dann
bekam er von Oyama einen Gi und durfte mit dem Training beginnen. Er musste auch allein alle dreckige Arbeiten erledigen, so z.B. das Säubern
aller Karategis, das Säubern des Dojo und dessen Toiletten.
Eine Geschichte war für Arneil besonders lehrreich: Als Arneil zum Shodan
(1.Dan) in Kyokushin Karate geprüft werden sollte, dachte er bei der
Prüfung, er sei besser als die anderen. Als jedoch die Prüfungsliste
verlesen wurde, war sein Name nicht mit dabei. Er war durchgefallen.
Niemand erklärte ihm den Grund und so war er sehr traurig und blieb
einige Tage dem Dojo fern. Als ihn Oyama später danach befragte,
rechtfertigte sich Arneil mit einer Krankheit. Arneil wurde depressiv und
wollte Japan verlassen, konnte dies aber aus finanziellen Gründen nicht.
Also setzte er sein Training fort. Später bekam er eine neue Chance für
eine Prüfung. Endlich hatte er die Prüfung bestanden. Später stellte er
fest, dass er beim ersten Test nicht nicht reif genug war im Kopf. Wenn er
sofort bestanden hätte, hätte er Japan verlassen mit der Meinung, genug
gelernt zu haben. So half ihm das Durchfallen, mehr Geduld, Hingabe und
Ausdauer zu entwickeln.
In den nächsten Jahren intensivierte Arneil sein Training. Oyama wurde
wie ein Vater zu ihm und adoptierte ihn später, sodass er eine Japanerin
heiraten konnte.
Später musste der das 100-Mann-Kumite absolvieren. Er schaffte es - in 2
Stunden und 45 Minuten. Er siegte meist durch KO - "man kann Zeit
sparen, wenn man sie ausknockt".
Bevor Arneil Japan 1965 verließ, erhielt er den 3.Dan. Er zog nach Großbritannien und unterrichtete dort Kyokushin Karate.
Nach dem Tod von Oyama 1994 wurde er von dessen Witwe gebeten, die IKO
weiterzuführen. Um nicht in politische Kämpfe zu gelangen, lehnte Arneil
das ab.
Bevor Oyama starb, bekam Arneil von ihm den 7.Dan verliehen.
Heute ist er mit dem 9.Dan graduiert und ist Gründer der IFK, die Nachfolgeorganisation der IKO ist.
weitere Quellen:
http://www.uskyokushin.com/hanshi.htm
Das Buch "Die Meister des Karate und Kobudo"
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