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CHIBANA CHOSHIN (1885-1969) |
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Den von ihm unterrichteten Stil nannte Chibana Kobayashi Shorin ryu, der als direkte Nachfolge des Itosu-ryu galt. Später ging Chibana auf die Halbinsel Chinen, wo er bis 1948 blieb und dort seinen Stil lehrte. 1948 kehrte er nach Shuri zurück, um sein Dojo dort wiederzueröffnen, dem später weitere in Jiku, Asato, Sakayamachi, Mihara und Yamagawa folgten. Von Februar 1954 bis Dezember 1958 lehrte er außerdem im Polizeirevier von Shuri. Chibana Choshin wurde im Mai 1956 erster Präsident der Okinawa Karate Kobudo Renmei bei deren Gründung. Doch auch von der japanischen Butokukai wurde er hoch geachtet und erhielt am 5. Mai 1957 den Hanshi-Titel. Nach seinem Rückzug aus der Okinawa Karate Kobudo Renmei gründete er seinen eigene Organisation, welche er Okinawa Shorin ryu Karate Kyokai nannte. Chibana hinterließ einige Kobudo-Kata, u.a. die Chibana no kon. Außerdem Überlieferte er die Chibana no kushanku, eine Form der Kushanku (Kanku), die der Itosu no kushanku sehr ähnlich ist. Choshin Chibana starb am 26. Februar 1969 um 6:40 im Omaha Hospital in Tokyo an Krebs. Schüler Chibana's waren u.a.: NAKAZATO
SHUGORO, HIGA YUCHOKU, MIYAHIRA
KATSUYA, MIYASHIRO SHIKICHI, TOYAMA
KANKEN, NAKAMA CHOZO, TERUYA KANGI, UEZU
ANGI, KANAMORI KINO, KINJO KENSEI, NAGAMINE
SHOSHIN. "Wir alle haben ein bisschen Schwäche in uns. Auf die eine oder andere Weise wollen wir manchmal etwas umsonst. Doch in der Kampfkunst gibt es dies nicht. Der Rang, der Fortschritt, der Status oder der Grad wird durch Arbeit und Hingabe erreicht und kann nur durch deren Beständigkeit erhalten werden. Es gibt keine Abkürzung, sondern nur Arbeit, Schweiß und Schmerzen." "Die kostbarste Eigenschaft eines Kampfkunstmeisters ist Ehre ! Ein Mann der Ehre ist ein Mann, der Versprechen gibt und sie hält. Ein Mann, der Versprechen gibt und sie nicht hält, besitzt keinen Wert. Er befleckt den wertvollsten Besitz, der einem Menschen gegeben ist - die Ehre. Ein Kampfkunstmeister ist ein ehrenvoller Mann." "In den
alten Tagen übten wir Karate als Kampfkunst, aber nun wird Karate wie
Gymnastik geübt. Ich denke, wir müssen verhindern, dass Karate als Sport
behandelt wird - es muss immer eine Kampfkunst bleiben. Deine Finger und
Deine Zehenspitzen müssen wie Pfeile sein, Deine Arme müssen wie Eisen
sein. Daran musst Du denken, wenn Du trittst, wenn Du versuchst, den
Gegner durch den Tritt zu töten. Wenn Du schlägst, schlägst Du, um den
Gegner zu töten. Das ist der Geist, den Du brauchst, um Dein Training zu
verbessern."
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