Uechi Kanbun (1877-1948)
Uechi Kanbun
| Uechi Kanbun, Begründer des
Uechi-ryu,
wird am 5. Mai 1877 als Sohn einer armen Bauernfamilie geboren. Er beginnt
mit dem Studium des Karate unter Uechi Kantoku. Um die Kampfkünste
weiter zu studieren und dem Militärdienst zu entgehen geht Uechi im
März 1897 in die chinesische Provinz Fukien.
Dort tritt er im Frühsommer 1897 zusammen mit Matsuda Tokusaburo, einem jungen Mann aus Izumi (Okinawa) der Kugusku Karate Schule bei. Dort übt er unter dem okinawanischen Meister Kojo Kaho und Makabe Udun (Assistent). Da er oft beleidigt wird, verläßt er dieses Dojo. Er wird Schüler des Mönchs Chou Tsu-Ho (okinaw.: Shushiwa). Bei Chou Tsu-Ho lernt er Pangai-noon (auch Pan-ying-juan / Fwan-ge-nun), das eine Synthese aus dem Tiger-, dem Drachen- und dem Kranichstil ist. Er wird auch in der Kunst der Kräuterbehandlung unterrichtet, das später auf Okinawa mit Uechi-gusa (Uechis Kräuter) bezeichnet wird. Er übt sich auch in der chinesischen Sprache und der Literatur. |
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1904 bekommt er das offizielle Zertifikat des Pangei-noon. Später wird er Assistent von Chou Tsu-Ho und eröffnet 1906 eine Schule in Nanjing, was zu dieser Zeit nur wenigen Nicht-Chinesen gelang. Ein Mann namens Gokenkein, ein chinesischer Teehändler und Schüler des Kingai-Stils, warnt in, eine Schule zu eröffnen. Doch Uechi will seine Fähigkeiten im Karate ausprobieren und nach einiger Zeit mit vielen Rückschlägen gewinnt er an Ansehen und hat eine Schule mit vielen Mitgliedern, darunter auch Gokenkein. Als im Sommer 1909 einer seiner Schüler unbeabsichtigt bei einem Konflikt einen Bauern tötet, wird Uechi wegen der Gefährlichkeit der unterrichteten Techniken stark kritisiert und er beschließt, nicht mehr Kampfkünste zu unterrichten und kehrt im Februar 1910 nach Okinawa zurück. Aus Angst vor einer Verfolgung wegen der
Militärdienstverweigerung lebt er 17 Jahre lang zurückgezogen
und unerkannt als chinesischer Bauer in Izumi. Dort lernt er Toyama Seiko's
vierte Tochter Gozei kennen. Sie heiraten im Mai 1910 und am 26. Juni 1911
wird ihr Sohn Kanei geboren.
Gokenkein, der ehemalige Schüler Uechi's, versucht erfolglos in späteren Jahren vergeblich Uechi von der Wiederaufnahme der Lehrtätigkeit zu überzeugen. Gokenkein wird in Naha in einen Kampf mit einem Karate-Meister verwickelt, den er gewinnt. Nach weiteren Kämpfen bitten ihn einige, sie in Karate zu unterrichten. Er erzählt ihnen von einem Karate-Meister auf Okinawa namens Uechi Kanbun. Sofort wird Uechi bekannt und viele wollen Karate von ihm lernen. Doch Uechi tut so, als ob man ihn verwechsle, was erst durch Gokenkin widerlegt wird. Nun kann sich Uechi nicht mehr verbergen. Übersicht Uechi (Copyright BSK) |
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So zeigt er bei einer Volksfeier die Kata Seisan, nachdem er durch die Anwesenden dazu gedrängt wird. Beeindruck von der Vorstellung wird Uechi noch bekannter und Itosu bietet ihm eine Stellung im Lehrerkollegium des Okinawa-te an. Aufgrund der folgenden Rivalitäten nach Itosus Tod wendet Uechi Kanbun sich wieder von den Kampfkünsten ab. Nachdem er im Januar 1921 nach Wakayama in Japan umsiedelt, wird er dort von Ryuko Tomoyose gedrängt, wieder zu unterrichten. Ryuko tut so, als ob er angegriffen wurde und schildert Uechi diesen Kampf mit der Bitte ihm zu helfen. Uechi fällt auf diese List herein und sagt Ryuko, was er hätte tun sollen. Nachdem dieser Vorgang sich mehrfach wiederholt, konfrontiert in Ryuko mit der Bitte, ihn zu unterrichten. Nach einer Zeit gibt Uechi nach und eröffnet
1923 ein kleines Dojo. Da er immer noch sehr vorsichtig ist, wird im Geheimen
unterrichtet und nur empfohlene Schüler werden angenommen.
1947 folgt Uechi seinem Sohn Kanei und kehrt nach Okinawa zurück und stirbt am 25. November 1948 dort. Seine wichtigsten Schüler : Uechi Kanei, Ryuyu Tomoyose, Akamine Kayei, Sakiyama Shuei, Shimabukuro Natsukichi und Uehara Saburo.
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