Die Geschichte
| Shotokan
Kempo Karate (SKK) ist das Karatesystem des Budo Studien Kreises.
Es beruht auf den Basistechniken des Shotokan-Karate, wurde jedoch
sowohl technisch als auch inhaltlich erweitert und enthält im Gegensatz zu
den modernen Wettkampfstilen die bis nach China zurückreichenden Systeme der Selbstverteidigung,
Gesundheitsmethoden und Weglehren. Es ist die ideale
Kampfkunst für Menschen, die mehr wollen als sportliche Technik ohne
Hintergrund. |
| Shotokan
Kempo Karate (SKK) ist ein in sich geschlossenes
System, das auf alten Traditionen beruht. Im Gegensatz zum gängigen
Shotokan ryu vermittelt dieses System Inhalte und nicht nur
blose Formen. SKK kann nicht durch Nachahmen seiner Techniken
verstanden werden. Es bedarf - wie in jeder echten Kampfkunst -
stets eines Lehrers, der auch die Hintergründe vermitteln kann. |
Das Stilkonzept des Shotokan
Kempo Karate (SKK) im Budo Studien Kreis folgt einer logischen Kette von
Kampfkunstprinzipien, die sich durch Übung ineinander reihen und entsprechend
den Fortschrittsstufen ihre vielfältigen Resultate offenbaren. Untenstehend ein
grober Umriß, wie sich die einzelnen Trainingskomponenten zusammenfügen und
Fortschritt ermöglichen.
Anfänger beginnen mit klasisschen Shotokan Techniken, erlernen jedoch von
Anfang an ein neues Konzept von Spannung und Entspannung im Körper. Diesem
Konzept wird sehr viel Zeit und Geduld gewidmet, da es die Basis für eine
effektive Technik und zugleich die geistige Beherrschung einer Gefahrensituation
ist. Es gibt keinerlei Druck, Techniken für den Erfolg im sportlichen Wettkampf
zu routinieren. Von Anfang an lernen die Übenden, mit den verschiedensten
Distanzen umzugehen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Übung des
Nahkampfes besteht. Hier greifen die erweiterten Konzepte des Shotokan Kempo
Karate. Entsprechend den Fortschrittsstufen lernen die Übenden nicht nur Faust-
und Fußtechniken, sondern auch Formen des Greifen, Würgens, Stechens, Hebelns,
des Angreifens von verletzlichen Punkten bis hin zur Lehre über die Vitalpunkte
des menschlichen Körpers.
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Der Hauptlehrer des Budo
Studien Kreis, Werner Lind |
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Stufe um Stufe führen die BSK Lehrer die Übenden zum echten Verständnis der
Formen und ihrer Übersetzung in einen realistischen Kampf. Auf der Stufe der
Schwarzgurte werden die Trainingsschwerpunkte mehr und mehr in die Entschlüsselung
der klassischen Kata (Bunkai) verlagert. |
Wo liegt der Unterschied zum
Sport-Karate ?
- Die Lehrer des Budo Studien Kreises sind
keine Gegner des Sport-Karate. Sie praktizieren und unterrichten es selbst
- je nach dem Alter der Übungsgruppen - und finden, daß es eine
ausgezeichnete Körper- und Willensbildung für junge Menschen ist.
- Doch mit zunehmendem Alter gewinnt für
die Übenden der Weg (Do) immer mehr an Bedeutung. Die
Trainingskomponenten ändern sich, es gibt ein „Weiter" sowohl in
der Technik als auch im Konzept. Sport-Karate kann sich zu Karate-do verändern
und eine neue Dimension bekommen.
- Doch diese Veränderung besteht nicht
darin, Sport-Karate mit zunehmendem Alter lediglich mit weniger Kraft und
Intensität auszuüben. Wenn der Inhalt, das Konzept, das Wissen und vor
allem, wenn der erfahrene Sensei fehlt, wird ein solches Training stets
zur Willkür sportlich ausgebildeter DSB-Trainer, die ihr Angebot auf
westeuropäischen Sportwissenschaften begründen und damit an jedem Sinn
des klassischen Budo vorbeigehen. Die Leidtragenden sind immer diejenigen,
die einem solchen Konzept vertrauen und darin Budo-Erfahrungen erwarten.
- Wichtig zu wissen: die Ausbildungen zum
Karate-Trainer über die Institutionen des DSB sind begrüßenswert. Doch
es sind Ausbildungen zum Trainer des Sport-Karate und keineswegs
Ausbildungen zum Lehrer des Budo. Zwischen den beiden gibt es
einen erheblichen Unterschied: überhaupt NICHTS, was der eine
unterrichtet, stimmt mit dem überein, was der andere unterrichtet.
- Neuerdings gibt es Ausbildungen zum Karate-Lehrer,
zum Karate-Gesundheitstrainer usw. Obwohl ich selbst regelmäßig
auf diesen Seminaren unterrichte, muß ich sagen, daß all dies kein Budo
ist. Auch diese Ausbildungen beruhen auf westlichen Sport-Theorien,
vermischt mit einem undefinierbaren esoterischen Phsychobrei, der das
Wesen des Budo nicht im Entferntesten trifft. Diese Seminare sind wichtig
für Karate-Trainer - aber völlig bedeutungslos für den Weg
des Budo.
- Karate-do ist die Wissenschaft vom Weg,
und Wettkampf-Karate ist ein Leistungssport. Beide haben ihre
Berechtigung, und beide finden ihre Anhänger. Doch weder im Inhalt noch
in der Technik, noch im Trainingskonzept, noch sonst irgendwo ist
Wettkampf-Karate dem klassischem Karate ähnlich.
Werner
Lind |