Die Geschichte
|
Chou Tsu-Ho
|
Begründet wird Uechi ryu von UECHI
KANBUN (1877-1948), der in den Jahren 1897-1910 im Zentraltempel der
Provinz Fukien (China) ein System namens Pangai-Noon (auch Rwang-gay-noon
oder Ban-ying-ruan), dem Tiger-Stil studiert. Pangai-Noon entstand durch
die Tiersysteme des Quanfa (Wuxingxi) und beruht auf der Nachahmung der
Tiere Tiger (Hu), Kranich (He) und Drache (Long). Der Stil wird Uechi durch CHOU TSU-HO gelehrt, ist heute jedoch
nicht mehr existent.
Nachdem Uechi zehn Jahre gelernt
hatte wird ihm erlaubt, eine eigene Schule zu eröffnen. Nach anfänglichen
Schwierigkeiten läuft seine Schule auch recht erfolgreich und so war
Uechi Kanbun der einzige aus Okinawa, der es schafft in China zu unterrichten
und er wird aber auch als Lehrer anerkannt.
Doch als einer seiner Schüler
bei einem Streit seinen Gegner tötet, wird Uechi verantwortlich gemacht
und er entschließt sich, China zu verlassen und nach Okinawa zurückzukehren.
Er schwört sich, nie wieder Karate zu lehren oder darüber zu
sprechen. |
Pangai-
Noon
|
GO
KENKI (auch Gokenkein), der ehemalige Schüler
Uechi's, versucht erfolglos in späteren
Jahren vergeblich Uechi von der Wiederaufnahme der Lehrtätigkeit zu überzeugen.
Gokenkein wird
in Naha in einen Kampf mit einem Karate-Meister verwickelt, den er gewinnt.
Nach weiteren Kämpfen bitten ihn
einige, sie in Karate zu unterrichten.
Er erzählt ihnen von einem Karate-Meister auf Okinawa namens Uechi Kanbun. Sofort wird Uechi bekannt
und viele wollen Karate von ihm
lernen. Doch Uechi tut so, als ob man ihn verwechsle, was erst durch Gokenkein
widerlegt wird. Nun kann sich
Uechi nicht mehr verbergen. |
|
Uechi Kanbun
(1877-1948)
|
So zeigt er bei einer Volksfeier
die Kata Seisan, nachdem er durch die Anwesenden dazu gedrängt wird.
Beeindruck von der Vorstellung wird Uechi noch bekannter und Itosu bietet
ihm eine Stellung im Lehrerkollegium des Okinawa-te an. Aufgrund der folgenden
Rivalitäten nach Itosus Tod wendet Uechi Kanbun sich wieder von den
Kampfkünsten ab.
Nachdem er im Januar 1921 nach Wakayama
in Japan umsiedelt, wird er dort von Ryuko Tomoyose gedrängt, wieder
zu unterrichten. Ryuko tut so, als ob er angegriffen wurde und schildert
Uechi diesen Kampf mit der Bitte ihm zu helfen. Uechi fällt auf diese
List herein und sagt Ryuko, was er hätte tun sollen. Nachdem dieser
Vorgang sich mehrfach wiederholt, konfrontiert in Ryuko mit der Bitte,
ihn zu unterrichten.
Nach einer Zeit gibt Uechi nach
und eröffnet 1923 ein kleines Dojo. Da er immer noch sehr vorsichtig
ist, wird im Geheimen unterrichtet und nur empfohlene Schüler werden
angenommen.
1932 eröffnet er ein neues
Dojo mit dem Namen Pangai Noon-ryu Karate Jutsu Kenkyusho (Institut zur
Erforschung des Karate-jutsu der Pangai Noon Schule). Sein Sohn Kanei,
der sein Nachfolger wird, übernimmt nach und nach die Aufgaben von
Uechi Kanbun. 1933 gründet er den Shubukai (Vereinigung zur Vertiefung
des Budo), die bis heute existiert, nachdem der Shubukai 1971 in Uechi-ryu
Karate-do Kyokai unbenannt wird. Man vermutet, dass Uechi Kanbun auch eine
Kopie des Bubishi gesaß. |
| Ab 1930 lehrt Uechi Kanbun seinem
Sohn UECHI KANEI das Karate, der
später sein Nachfolger wird. Kanei gründet 1942 in Ginowa (Okinawa
das Hombu-Dojo des Uechi ryu. |
|